Eröffnung der Freiluftausstellung „Friedliche Revolution 1989“ in Waren (Müritz)
Die Ausstellungseröffnung zur „Friedlichen Revolution“ fand am 16. Oktober 2025 in Waren (Müritz) statt, genau 36 Jahre nach der ersten Montagsdemonstration der Stadt. An sechs Standorten in der Stadt – darunter am Hafen, an der Georgenkirche, auf dem Neuen Markt und an der Marienkirche – wurden Stelen eingeweiht, welche die Wende-Monate im Land nacherzählen. Die Eröffnung begann mit Grußworten vor der Georgenkirche und einer Begehung des „Weges der Kerzen“. Ministerin Bettina Martin, Jochen Schmidt von der Landeszentrale für politische Bildung und
Bürgermeister Norbert Möller ehrten die mutigen Bürger der DDR, die für Freiheit kämpften. Schülerinnen und Schüler des Richard-Wossidlo-Gymnasiums teilten ihre Erkenntnisse über die Friedliche Revolution und deren Einfluss auf ihr Leben.
Höhepunkt der Eröffnung war die Veranstaltung am Abend im Müritzeum. Diese begann mit Kurzfilmen, die die Geschichte von zwei DDR-Oppositionellen aus der Region erzählten und in die Veranstaltung einführten. Im Anschluss teilten Zeitzeugen ihre Erinnerungen und Gedanken zur Friedlichen Revolution. Sie dankten allen, die an der Umsetzung der Ausstellung mitgewirkt haben. In einer bewegenden Rede gedachte die Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur, Evelyn Zupke, den vielen Menschen, die im Kampf um Freiheit ihr Leben riskierten. Sie betonte, wie wichtig es ist, die Erinnerung an die Deutsche Einheit und die Revolution wachzuhalten: „Die Erinnerung an die Friedliche Revolution und an den jahrelangen Widerstand gehört für mich zusammen.“ Später würdigte die Kuratorin der Ausstellung, Frau Dr. Sandra Pingel-Schliemann, die hart erkämpften Freiheiten der DDR-Bürger und forderte mehr Selbstbewusstsein für Ostdeutschland. Schülerinnen und Schüler des örtlichen Gymnasiums teilten ihre Gedanken zu den Auswirkungen der Friedlichen Revolution auf ihr eigenes Leben und das ihrer Mitmenschen. Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion, in der Zeitzeugen, eine Schülerin und die Bundesbeauftragte über die Bedeutung der Revolution für die Demokratie heute sprachen. Dr. Steffi Brüning moderierte den Abend, der musikalisch von der Musikschule Waren (Müritz) begleitet wurde. Bild- und Videoaufnahmen aus der damaligen Zeit sowie aktuelle Aufnahmen sorgten für einen eindrucksvollen visuellen Rahmen.
Veranstaltungsflyer (PDF 1.308 KB)
Friedliche Revolution 1989 in Mecklenburg und Vorpommern
Ausstellungseröffnung in Waren (Müritz), 16. Oktober 2025 - Es war ein wichtiger Meilenstein im Verlauf der Friedlichen Revolution auf dem heutigen Gebiet Mecklenburg-Vorpommerns: In den Abendstunden des 16. Oktober 1989 zogen 400 Frauen und Männer in Waren (Müritz) schweigend und mit brennenden Kerzen durch die Innenstadt, von der Georgenkirche über den Marktplatz bis zur Marienkirche. In den folgenden Wochen und Monaten fanden in vielen großen und kleinen Städten und Gemeinden im ganzen Norden Demonstrationen statt. Als sich immer mehr Menschen auf die Straßen wagten, kam im Herbst 1989 eine Revolution in Gang, die in einem enormen Tempo eine dramatische Umwälzung der bestehenden Machtverhältnisse, Normen, Institutionen, Hierarchien zur Folge hatte und am Ende zur deutschen Einheit führte. Und dies friedlich und ohne Blutvergießen. Waren (Müritz) ist aufgrund dieses Ereignisses von der Landesregierung und dem Landtag Mecklenburg-Vorpommern zum zentralen Gedächtnisort für die Friedliche Revolution 1989 im Land bestimmt worden. Am 16. Oktober 2020 wurde das zentrale Erinnerungszeichen an der Georgenkirche in Waren (Müritz), eine begehbare Installation der Stuttgarter Künstler Dagmar Korintenberg und Wolf Kipper, bereits der Öffentlichkeit übergeben. Am 16. Oktober 2025 wird nun in einem weiteren Schritt die Freiluftausstellung zur Friedlichen Revolution 1989 in Mecklenburg und Vorpommern mit ihren sechs Stationen im Stadtgebiet von Waren (Müritz) eröffnet. Sie zeigt und beschreibt an den Standorten Hafen, Georgenkirche, Marienkirche, Neuer Markt, Feldstraße und Am Mühlenberg die vielschichtigen Ereignisse im revolutionären Herbst 1989.
Ausstellungseröffnung und Weg der Kerzen
Beginn: 16. Oktober 2025, um 17:30 Uhr
Ort: vor dem zentralen Erinnerungszeichen „Perspektiven zur Freiheit“, Sankt-Georgen-Kirchplatz 1, 17192 Waren (Müritz)
Weg der Kerzen: St.-Georgen-Kirche / zentrales Erinnerungszeichen – Neuer Markt – St.-Marien-Kirche mit Vorstellung der Inhalte der Tafeln der Freiluftausstellung zur Friedlichen Revolution von 1989 von Schülerinnen und Schülern des Richard-Wossidlo-Gymnasiums Waren
Abendprogramm im Müritzeum
Beginn: 16. Oktober 2025, um 19.00 Uhr
Ort: Müritzeum, Zur Steinmole 1, 17192 Waren (Müritz)
Abendmoderation: Dr. Steffi Brüning
* Präsentation von zwei Kurzfilmen über Revolutionäre der ersten Stunden aus Waren (Müritz)
* Begrüßung und Gespräch Jochen Schmidt, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern, Norbert Möller, Bürgermeister der Stadt Waren (Müritz)
* Kurzvortrag zur Friedlichen Revolution 1989 in MV durch Kuratorin
Dr. Sandra Pingel-Schliemann
„Die Friedliche Revolution und die Auswirkungen auf uns und unsere Mitmenschen“ Impulse von Schülerinnen und Schülern des Richard-Wossidlo-Gymnasiums Waren: Clara Sophia Drese, Ronja Meier, Leni Gollnast, Bernadette Bauer, Mariella Mahnke, Enno Ecks
* Podiumsdiskussion: „1989 – 2025: Die Friedliche Revolution und die Demokratie heute“ mit Evelyn Zupke, Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur; Christiane Scherfig, Zeitzeugin aus Waren (Müritz) und weiteren Gästen.
* Musikalische Beiträge gestalten Vertreter der Kreismusikschule (Müritz)
Ein Zeichen für den Frieden
Am 16. Oktober erinnern wir an die Friedliche Revolution von 1989. Indem wir gemeinsam vom Erinnerungszeichen "Perspektiven zur Freiheit" den "Weg der Kerzen" zum Warener Kerzendenkmal gehen, soll auch ein Zeichen für den Frieden im JETZT gesetzt werden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.
Nach einer kurzen Begrüßung am Zentralen Erinnerungszeichen an der Georgenkirche wird der Musiker Peter Dreier in der Kirche Lieder zum Thema Freiheit und Frieden präsentieren. Nach den ca. 20 Minuten Programm machen sich die Teilnehmer auf den "Weg der Kerzen" und gehen gemeinsam zur Marienkirche. Hier erleben Sie einen musikalischen Mix aus Glockenspiel, Orgel und Gesang, dargeboten von Solvig von Guenther und Jochen Levitz.
Den "Weg der Kerzen" gemeinsam gehen!
Nachdem im vergangenen November keine Veranstaltungen möglich waren, möchten wir den 16. Oktober 2021 zum Anlass nehmen, in Würdigung der engagierten Bürgerinnen und Bürger des Jahres 1989, den Weg der Kerzen erneut zu gehen. Der 16. Oktober gilt als Beginn der friedlichen Aktionen im Mecklenburg-Vorpommern. Im Norden fanden die ersten Proteste in Waren (Müritz) statt . Aus diesem Grund ist die Müritzstadt zum „Zentralen Erinnerungsdort Mecklenburg- Vorpommern“ gewählt worden. Den Beschluss fasste der Schweriner Landtag schon 2018.
* Treffpunkt ist das Zentrale Erinnerungszeichen "Perspektiven zur Freiheit" an der Georgenkirche um 18:30 Uhr
* Ziel ist das Warener Denkzeichen, das Kerzendenkmal von Franz Poppe , im Eingangsbereich der Marienkirche.
Am Erinnerungszeichen wird der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Jochen Schmidt, begrüßen. Dann soll der "Weg der Kerzen" gegangen werden. In St. Marien am Kerzendenkmal werden der Künstler Franz Poppe und die Initiatoren des Warener Denkzeichens zu Wort kommen. Zudem kann im Anschluss die Ausstellung zum Buch „Spurensuche. Orte der Friedlichen Revolution in Mecklenburg-Vorpommern" in Augenschein genommen werden. Der Fotograf Hendrik Lietmann stellt seine Arbeiten vor. Gezeigt werden hier weitere Orte der Erinnerung in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Musikalisch begleitet der Posaunenchor von St. Marien den zweiten Teil der Veranstaltung.
(Es gilt die Corona-LVO M-V vom 6. Oktober 2021.)
Einladung zur Veranstaltung (PDF 700 KB)
Großartige Auszeichnung für das Warener Erinnerungszeichen „Perspektiven zur Freiheit“
Pressemitteilung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur, 29.04.2021
Das zentrale Erinnerungszeichen des Landes an die Friedliche Revolution 1989, die Installation „Perspektiven zur Freiheit“ in Waren, hat den renommierten Designpreis „iF DESIGN AWARD“ erhalten. Eine internationale Jury, bestehend aus 98 Expertinnen und Experten, hat die beiden Künstler Dagmar Korintenberg und Wolf Kipper ausgezeichnet. Fast 10.000 Beiträge waren für die Preise eingereicht, rund 1.700 wurden in neun Kategorien ausgezeichnet.
„Ich gratuliere den beiden Künstlern sehr herzlich zu diesem international renommierten Designpreis“, sagte Kulturministerin Bettina Martin. „Sie haben die Jury mit ihrem künstlerischen Konzept für das Erinnerungszeichen an die Friedliche Revolution von 1989 in Waren überzeugt. Ich freue mich besonders darüber, dass dieses für unser Land so wichtige Gedenkzeichen an die Friedliche Revolution solch eine hohe Auszeichnung erhält. Es zeigt einmal mehr, wie Kunst und Erinnerung zusammenwirken können. Das gelingt dieser Installation hervorragend. Sie weckt Neugier, bietet Information und Austausch, lädt im öffentlichen Raum zum Erinnern ein und eröffnet `Perspektiven zur Freiheit´.“
Im Oktober 2020 hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in Waren das zentrale Erinnerungszeichen des Landes an die Friedliche Revolution von 1989 „Perspektiven zur Freiheit“ an die Öffentlichkeit (Link zu Bildergalerie) übergeben. In Waren fand 1989 die erste Montagsdemonstration auf dem Gebiet des heutigen Landes Mecklenburg-Vorpommern statt. Mit einem Gang von der St.-Georgen-Kirche zur St.-Marien-Kirche dokumentierten an diesem Tag rund 400 Menschen mit Kerzen in den Händen ihren Willen zur friedlichen Veränderung.
Die iF Design Foundation besteht seit 2018 und ist als gemeinnützige Stiftung die Nachfolgerin des 1953 gegründeten iF Industrie Forum Design e. V. Die Stiftung vergibt jährlich international renommierte Preise an herausragende Projekte, die Design und soziale Verantwortung verbinden.
„Perspektiven zur Freiheit“ Zentrales Erinnerungszeichen an die Friedliche Revolution 1989 in Mecklenburg-Vorpommern - 16. Oktober 2020
Zur Einweihung des Erinnerungszeichens der Künstler Dagmar Korintenberg und Wolf Kipper findet ein öffentlicher Festakt am 16. Oktober um 10:00 Uhr in der Georgenkirche statt. Auf dem Programm stehen Redebeiträge des Landtages und der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, ein Zeitzeugengespräch und Informationen zur digitalen Erweiterung des Erinnerungszeichens. Ganz besonders freuen wir uns auf die Präsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, Birgitt Hesse, und auf die Ministerpräsidentin des Landes, Frau Manuela Schwesig. Den musikalischen Rahmen gestalten Mitglieder der Kinder- und Jugendkantorei St. Georgen Orgel und Leitung: Christiane Drese.
* Am Abend findet um 19:30 Uhr in St. Georgen das Konzert für Orgel, Saxophon und Schlagwerk „Perspektiven zur Freiheit“ statt. Die Musiker Warnfried Altamann – Saxophon, Hermann Naehring – Schlagwerk und Matthias Mück – Orgel setzten sich mit dem Thema auseinander und präsentieren am Abend ihre Assoziationen und die musikalischen Umsetzungen. Der Eintritt ist frei, Kollekte am Ausgang wird erbeten.
* Ganztags kann im Stadtgeschichtlichen Museum, Neuer Markt 1, die Ausstellung „Eine Hoffnung lernt laufen – die Wende in Waren (Müritz)“ besucht werden. Auch spezielle Führungen durch die Ausstellung werden angeboten.
Beirat „Gedenken Friedliche Revolution MV“
Die Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Landeszentrale für politische Bildung haben einen Beirat unter dem Titel „Gedenken Friedliche Revolution MV“ ins Leben gerufen. Der Beirat begleitet die Umsetzung des vom Landtag Mecklenburg-Vorpommern verabschiedeten Konzepts zum Gedenken an die Friedliche Revolution 1989 beratend. Es konnten engagierte Personen aus Wissenschaft, Politik und Kultur sowie Zeitzeugen für eine Mitarbeit gewonnen werden, die ein breites Spektrum an Erfahrungen und Expertise vertreten. Mit ihrer Hilfe soll es gelingen, verschiedene Sichtweisen zu berücksichtigen und in die konkrete Umsetzung einzubeziehen. Die erste Sitzung des Beirates fand am 26. März 2019 in Waren statt.
Der Beirat „Gedenken Friedliche Revolution MV“ diskutierte die einzelnen Säulen des Konzeptes. Insbesondere gab er konkrete Empfehlungen für die inhaltliche und gestalterische Umsetzung des dezentralen Gedenkens. So dezentral wie die Aktivitäten im Herbst 1989 soll auch das heutige Erinnern an diese Zeit sein. Es ist anzustreben, einen aktiven Prozess des Erinnerns in den einzelnen Gemeinden zu initiieren bzw. zu unterstützen. Ein entsprechender Aufruf, der die finanziellen und inhaltlichen Fördermöglichkeiten im Einzelnen erläutert, wird in Kürze veröffentlicht.
Zum Beirat gehören:
- Christoph de Boor: Zeitzeuge, Neues Forum, Waren
- Dr. Reinhard Dettmann: Vorsitzender des Städte- und Gemeindetages MV, Teterow
- Dr. Marek Fialek: Philologe, Institut für Slawistik, Universität Greifswald
- Dietlind Glüer: Zeitzeugin, Neues Forum/Bündnis 90, Rentnerin, Rostock
- Anke Holstein, Leiterin Stadtmuseum Pasewalk
- Bettina Kalisch: Zeitzeugin, Neues Forum Neubrandenburg, Leiterin Mehrgenerationenhaus, Familienzentrum und Kulturbörse Gnoien
- Dr. Kai Langer, Historiker, Leiter Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt
- Markus Meckel: Zeitzeuge, SDP/SPD, Vorsitzender des Stiftungsrates der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Vipperow/Berlin
- Prof. Dr. Oliver Plessow: Historiker, Prof. für Geschichtsdidaktik am Historischen Institut der Universität Rostock
- Vertreter des AStA der Hochschule Wismar, angefragt
- Vertreter des Landesschülerrates MV, angefragt
Weg der Kerzen 2022
Am 16. Oktober erinnern wir an die Friedliche Revolution von 1989. Indem wir gemeinsam vom Erinnerungszeichen "Perspektiven zur Freiheit" den "Weg der Kerzen" zum Warener Kerzendenkmal gehen, soll auch ein Zeichen für den Frieden im JETZT gesetzt werden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.
Nach einer kurzen Begrüßung am Zentralen Erinnerungszeichen an der Georgenkirche wird der Musiker Peter Dreier in der Kirche Lieder zum Thema Freiheit und Frieden präsentieren. Nach den ca. 20 Minuten Programm machen sich die Teilnehmer auf den "Weg der Kerzen" und gehen gemeinsam zur Marienkirche. Hier erleben Sie einen musikalischen Mix aus Glockenspiel, Orgel und Gesang, dargeboten von Solvig von Guenther und Jochen Levitz.































