Stadtgeschichtliches Museum

Am 07.12.2022 17:00 Uhr
Veranstaltungsreihe - Weihnachtsbräuche in Warener Haushalten # 01
weihnachtsbraeuche01

#01 Mohnklöße, Karpfen & Pfefferkuchensoße - Traditionen aus Schlesien, vorgestellt von Andreas Handy
 Rathaussaal im Historischen Rathaus am Neuen Markt
Das Weihnachtsfest ist für die meisten ein Fest der Familie, oft verbunden mit Erinnerungen an die Kindheit und frühere Zeiten, mit Traditionen und mit einem besonderen Festessen. In Mecklenburg – seit jeher ein Einwanderungsland –leben Menschen mit unterschiedlichen Wurzeln und Religionen zusammen. Nach dem Zweiten Weltkrieg suchten knapp eine Million Flüchtlinge und Vertriebene Zuflucht in Mecklenburg und leben seit mehreren Generationen hier. Arbeitskräftemangel brachte in der DDR viele Menschen aus den südlichen Bezirken in den Norden, was man auch an der Vielzahl der hier gesprochenen Dialekte hört. Flüchtlinge und Einwanderer aus verschiedenen Nationen kommen auch heute nach Mecklenburg-Vorpommern, Schutz suchend, auf Zeit oder für einen Neuanfang.
Mit der Veranstaltungsreihe „Weihnachtsbräuche in Warener Haushalten“ blicken wir in der Adventszeit auf die Vielzahl von Traditionen, die hier gepflegt werden. Welche Rolle spielt das Weihnachtsfest, wie wird es begangen? Den Auftakt macht am 7. Dezember Andreas Handy. Er berichtet von Weihnachtstraditionen aus Schlesien, die seit über 100 Jahren in der Familie gepflegt werden. Neben vielen interessanten Informationen und Anekdoten kann dabei eine Süßspeise nach einem schlesischen Rezept verkostet werden.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Geschichte zur Verfügung gestellt

Das Stadtgeschichtliche Museum Waren, seit 1998 im historischen Rathaus der Stadt am Neuen Markt, stellt neben einem Überblick über die Stadtgeschichte auch die Lebensweise der Warener Einwohner in den Mittelpunkt seiner Ausstellungen. Das Werden der Stadt war mit dem Erwerbsleben ihrer Einwohner verbunden. Landwirtschaft, Handwerk und Industrie prägten das Umfeld. Vereine waren wichtiger Bestandteil städtischer Kultur. Alltägliche Dinge bilden den größten Teil der Sammlung, die die Geschichte anschaulich machen soll. Die gezeigten Gegenstände sind vielleicht einige Jahrhunderte alt, können aber auch bis gestern oder noch heute im Gebrauch gewesen sein. Vieles wurde über Generationen weitergegeben und genutzt.

Sind diese Alltäglichkeiten dennoch etwas Besonderes und damit bewahrenswert? Das Interesse vieler Besucher hat die Frage positiv beantwortet. Man geht durch die Stadt und freut sich der alten Gebäude. Wie lebte man darin? Welche Zimmer gehörten zu einer Wohnung und wie waren sie eingerichtet? Wo waren Küche und Bad? Wie und wo wusch man sich und seine Wäsche?

In  jüngster Zeit hat bei vielen Menschen das Interesse an der Familiengeschichte zugenommen. Man ist auf der Suche nach seinen Vorfahren und sammelt Geburts- und Sterbedaten. Das „Dazwischen“ gehört ebenso dazu. Es wird in Museen und Archiven erfragt und gezeigt. Ein breites Angebot von Veröffentlichungen ergänzt die Ausstellungen. Darüber hinaus bieten die Bestände des Stadtgeschichtlichen Museums und des Stadtarchivs weitere lohnenswerte Gelegenheiten, durch Anfragen oder eigene Recherchen offene Fragen der „großen“ oder eigenen Geschichte zu beantworten. 

Die Geschichte des Stadtgeschichtlichen Museums

Stadtgeschichtliches Museum

Die Gründung eines Warener Heimatmuseums wird heute auf das Jahr 1930 datiert. Sie war Endpunkt langjähriger Bemühungen, vor allem von Mitgliedern der Warener Ortsgruppe des Heimatbundes Mecklenburg. Gleichzeitig war sie der Beginn einer erfolgreich und vielversprechend begonnenen, sich in den Wechselfällen der politischen Geschichte der letzten 80 Jahre nicht immer glücklich behauptenden, später fast abgebrochenen, mit Optimismus wiederbelebten und heute erneut schwierigen Zeiten entgegensehenden Entwicklung. Die Geschichte dieses Museums ist zugleich eine Geschichte der jeweiligen politischen Wertung und des Missbrauchs heimatgeschichtlicher Forschung, Sammlung und Ausstellung, aber auch ein Beleg für Heimatverbundenheit und geschichtliches Interesse aller Schichten der Bevölkerung.

Zahlreiche Menschen haben durch Schenkungen und Leihgaben und durch unentgeltliche Forschungsarbeiten zur Aufarbeitung und Darstellung der Geschichte Warens beigetragen, die Sammlung auf- und auszubauen sowie die Ergebnisse ihres Mühens in Form von Ausstellungen und Publikationen ihren Mitbürgern zu zeigen. Sie soll Persönlichkeiten, wie dem Veterinärrat und erstem Betreuer des Heimatmuseums Carl Adolph Evers, ein Denkmal setzen und sie soll auch dazu beitragen, heute das Bewusstsein und das Bekenntnis zum Fortbestand der Sammlung bei den maßgeblichen Stellen zu befördern. Gerade das in der Vergangenheit oft ambivalente Verhältnis der jeweiligen "Stadtregierungen” zu eigentlich ihrem Museum verhinderte ein kontinuierliches Wachstum, aber auch die endgültige Auflösung. Die Geschichte des jüngeren Heimatmuseums ist untrennbar verbunden mit der Geschichte des älteren naturhistorischen Museums, dem Maltzaneum und Müritz-Museum (heute Müritzeum).

Es zeigt sich, dass dem jüngeren Museum die kontinuierllche Sammeltätigkeit hervorragender Naturwissenschaftler Mecklenburgs und auch das notwendige historische Glück der älteren Einrichtung gefehlt hat, alle Wechselfälle deutscher Geschichte zu überdauern. Vielleicht liegt es daran, dass die Menschen nicht in der Lage sind, im Gegensatz zur Naturgeschichte ihre eigene Vergangenheit unvoreingenommen und ohne Verknüpfung mit gegenwärtigen politischen Zielsetzungen zu betrachten.

Am 18.12.1991 beschloss der Kreistag Waren die Herauslösung der Abteilung Stadtgeschichte aus dem Müritz-Museum und ihre Übergabe an die Stadtverwaltung Waren. Damit wurde am 01.01.1992 die bisherige, 1988 anläßlich des Stadtjubiläums gebildete Abteilung Stadtgeschichte zum Ausgangspunkt des heutigen Stadtgeschichtlichen Museums Waren. Im November 1992 wurde daraus eine selbständige, der Stadtverwaltung nachgeordnete Einrichtung.

Die Arbeit im Stadtgeschichtlichen Museum umfasst

Rathaussaal

Ausstellungen

Die Gründung eines Warener Heimatmuseums wird heute auf das Jahr 1930 datiert. Sie war Endpunkt langjähriger Bemühungen, vor allem von Mitgliedern der Warener Ortsgruppe des Heimatbundes Mecklenburg. Gleichzeitig war sie der Beginn einer erfolgreich ... Weitere Informationen
Sammlungsbestand Handwerk

Das Archiv des Museums

Das von Carl Evers unterschriebene und von Carl Hainmüller geführte erste Inventarbuch beginnt am 1. Oktober 1929. Erste Teile der Sammlung waren Gegenstände aus der umfangreichen Schenkung des Grafen von Voss ... Weitere Informationen
Chronil 001

Förderverein Warener Museums- & Geschichtsverein e.V.

Im November 1990 gründeten 24 Warener Bürgerinnen und Bürger den Warener Museums - und Geschichtsverein e.V. mit dem Ziel, ein Stadtgeschichtliches Museum in Waren aufzubauen ... Weitere Informationen

Wissenswertes

Das heutige neugotische Aussehen erhielt das Rathaus während eines Um- und Ausbaus in den Jahren 1855 bis 1857. Dem Zeitgeschmack entsprechend finden sich Stilelemente aus der Tudorgotik. "Auf der Rückseite des Rathauses ist eine Einschussstelle deutlich hervorgehoben. Sie stammt von einem Angriff  des Boecker Barons Le Fort, der während des Kapp-Putsches am 18.3.1920 mit einem Geschütz auf Waren schießen ließ. Fünf Warener Bürger bezahlten diese Provokation mit ihrem Leben. ..." , aus der Reihe "Hausgeschichte" des Stadtgeschichtlichen Museums Waren.
Die Informationsblätter zur Stadtgeschichte umfassen verschiedene Sachgebiete. So gibt es neben der Hausgeschichte auch Blätter zur Kultur-, Personen- und Wirtschaftsgeschichte. Diese sind unter anderem im Stadtgeschichtlichen Museum erhältlich. Das Museum finden Sie im Obergeschoss des Neuen Rathauses.

Außenstelle Kacheltöpferei - Am Teschenberg

Zum Internationalen Museumstag am 15. Mai 2022 wurde in der Kacheltöpferei die neue Saison mit einem bunten Programm eröffnet. Bei Führungen durch das historische Gebäude mit dem Keramikkünstler Franz Poppe konnte man die zahlreichen Kacheln, die ausgestellten Öfen und Gerätschaften zur Kachelherstellung besichtigen. Passend zum Ort gab es einen Mini-Raku-Brand und Kaffee und Kuchen für die vielen interessierte Besucher. Bis September kann die Kacheltöpferei zweimal wöchentlich besichtigt werden. Ihre spannende Geschichte und das Wirken von Franz Poppe werden vom Warener Museums- und Geschichtsverein vermittelt.

  • Öffnungszeiten 15. Mai bis 11. September 2022: Dienstag und Donnerstag  14–18 Uhr und auf Anfrage beim Stadtgeschichtlichen Museum (info@stadtmuseum-waren.de). Eintritt frei.

Saisoneröffnung am 15. Mai 2022

Download der Broschüre - Rundweg Stolpersteine

Stolpersteinrundgang – für die Opfer des Nationalsozialismus in Waren (Müritz)

Am Sonnabend, dem  06. November 2021 um 11:00 Uhr, wird ein Rundgang zu den Stolpersteinen, die in Waren (Müritz) an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern, stattfinden.  Kurz vor dem 9. November, dem Gedenktag der Pogrome 1938, wird es einen geführten Rundgang zu einigen der insgesamt 27 Stolpersteine in Waren geben. Dabei stehen die letzten sieben Stolpersteine, die am 11. Mai dieses Jahres verlegt wurden, im Mittelpunkt. Es handelt sich um Gedenksteine für zwei Menschen, die im Rahmen der Maßnahme Arbeitsscheu Reich ermordet wurden, und für fünf weitere Anwohner, die durch die Aktion T4 (ein Euthanasieprogramm) zu Tode kamen.
Der Rundgang startet um 11 Uhr am Rathaus, geht dann weiter über die große Burgstraße, Feldstraße, Papenbergstraße, am Seeufer, über den Hafen und Kietz in die Gerhart-Hauptmann-Allee, durch die Goethestraße in die Mozartstraße, von da kurz in die Teterowerstraße, danach in die Lloydstraße, Güstrower Straße, Mühlenstraße und zuletzt in die Kirchenstraße und endet auch wieder am Neuen Markt. Hier wird die neue Broschüre „Geschichte laufend entdecken – Rundweg Stolpersteine in Waren (Müritz)“ von Jürgen Kniesz vorgestellt, die dann für Interessierte zu Verfügung steht. In diesem 70-seitigen Heft werden alle Opfer des Nationalsozialismus in Waren (Müritz), die bekannt sind und für die Stolpersteine verlegt wurden, vorgestellt und deren weiteres, tragisches Schicksal beschrieben. Eine kleine Karte gibt eine Übersicht und erleichtert das Aufsuchen der Gedenkorte. Ergänzt wurde das Heft durch kleine historische Ausführungen zu den verschiedenen Orten. Die Finanzierung der Broschüre erfolgte über das Bündnis „Partnerschaft für Demokratie“ der Stadt Waren (Müritz) in Kooperation der Europäischen Akademie Mecklenburg-Vorpommern e.V. mit dem Stadtgeschichtlichen Museum. Sie kann kostenfrei über das Stadtgeschichtliche Museum bezogen werden.

Museumsfest im Neuen Rathaus am 11. September 2022 von 13.00 bis 18.00 Uhr

Am 16.11.2022 19:00 Uhr
Lesung mit Uwe von Seltmann „Wir sind noch da!“ 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland im Historischen Rathaus am 16. November
Plakat-wir sind noch da

Im Jahr 2021 wurde 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland gefeiert. Der Autor Uwe von Seltmann stellt in seinem Buch die Geschichte der Juden im Bereich des heutigen Deutschlandes von seinen Anfängen im Jahr 321 bis heute dar. Er zeigt die vielen Tiefpunkte, die Benachteiligung und den Neuanfang nach dem Holocaust. Doch wer sind die heutigen Juden in Deutschland, gibt es noch eine deutsch-jüdische Kultur. Kann es überhaupt ein jüdisches Leben nach dem Versuch des völligen Auslöschens durch die Nationalsozialisten in Deutschland geben? Diese und weitere Fragen versucht der Autor in seinem Werk zu beantworten. Plakat (PDF 77 KB)
Uwe von Seltmann (58) aus Nordrhein-Westfalen arbeitet als freier Journalist, Autor und Dokumentarfilmer. Bereits sein Buch „Schweigen die Täter, reden die Enkel“ (2004) beschäftigte sich aus dem Blickwinkel seiner familiären Geschichte mit der Judenverfolgung im Dritten Reich.
Durch die musikalische Begleitung des Saxophonisten Warnfried Altmann wird die Veranstaltung zu einem Lesekonzert. Der über 60 jährige Musiker und Komponist spielte nicht nur in zahlreichen Big Bands, er lehrte an der Universität im Magdeburg auch 20 Jahre Improvisation. Heute nutzt er diese um mit anderen Künstler/-innen im In- und Ausland auf der Bühne zusammenzuarbeiten.
Organisiert von der Politischen Memoriale, veranstaltet vom der Beauftragte für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus M-V in Partnerschaft mit der Europäischen Akademie und dem Stadtgeschichtlichen Museum Waren (Müritz). Der Eintritt ist frei.

Am 19.10.2022 17:00 Uhr
Sonderausstellung „Leseland DDR“ und Gastvortrag im Rathaussaal
Leseland DDR

Vor fast genau 32 Jahren wurde das Kapitel DDR zugeschlagen. Dieser ehemalige deutsche Staat spielt nicht nur für die Entwicklung von Mecklenburg-Vorpommern noch immer eine große Rolle, sondern ist auch noch tief in den Erfahrungen der Menschen verankert. In dieser Welt noch vor Internet und Smartphone spielten Bücher eine große Rolle. Sie waren zuweilen selten, manche aber auch reichlich, verboten bzw.
Unterrichtstoff. Sie boten die Möglichkeit ferne Ziele zu erreichen oder die kritische Denkweise zu schärfen.  Flyer (PDF 1.561 KB)
In der Sonderausstellung „Leseland DDR.“ wird die Rolle des Buches in der DDR und für die DDR beleuchtet. Es wird auf verschiedene Literaturgenre, wie Märchen oder Science Fiction und ihre Eigenentwicklung in diesem Land eingegangen. Aber auch Fragen des Umgangs mit kritischer Literatur bzw. als Teil der Propaganda werden thematisiert. Wie war die Versorgungslage mit Literatur in der DDR? Wie war der Umgang mit internationaler Literatur?
Mit diesen und weiteren Themen hat sich Dr. Stefan Wolle, Leiter des DDR-Museums in Berlin, im Rahmen eines Projektes der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur befasst. Das Ergebnis sind 20 Tafeln zu diesen und weiteren Themenschwerpunkten. Dazu werden in Vitrinen einige Bücher aus der DDR zu sehen sein, die aus der Sammlung bzw. der Bibliothek des Stadtmuseums stammen. Bücher, an die man sich gerne oder ungerne erinnert. Bücher, die einen Einblick in die Welt der DDR geben.  
Eröffnung der Ausstellung am Mittwoch, dem 19. Oktober 2022 um 17.00 Uhr mit einem Gastvortrag zu Thema „ Bücherland DDR zwischen Giftschrank, Zensur und Bückware “ von Dr. Stefan Wolle, wiss. Leiter des DDR-Museums Berlin und Autor der Ausstellung.
Die Sonderausstellung kann vom 19. Oktober 2022 bis 28. Februar 2023 im Rathaussaal im Stadtgeschichtlichen Museum besucht werden.

Am 11.09.2022 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Tag des offenen Denkmals 2022 - Museumsfest im Stadtgeschichtlichen Museum
Stadtmuseum

Zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals am Sonntag, dem 11. September 2022, lädt das Stadtgeschichtliche Museum Waren (Müritz) herzlich zum Museumsfest ein. Seit über zwanzig Jahren befindet sich das Museum in den oberen Etagen des Neuen Rathauses, welches 1797 errichtet und Mitte des 19. Jahrhunderts umgebaut wurde. Die alte Ratswaage unter den Arkaden ist noch erhalten und öffnet am Tag des offenen Denkmals  ihre Pforten – jeder, der möchte, kann sich hier wiegen lassen und erhält ein „amtliches“ Zeugnis vom Wiegemeister. Bei Führungen durch das Haus können unter anderem die historischen Arbeitsräume und der „Bürgergehorsam“ besichtigt werden. Der „Wahre“ Bürgermeister empfängt an diesem Tag wieder für alle Belange in seinem Büro. Im Rathaussaal können bei Kaffee und Kuchen historische Stadtansichten betrachtet werden. Ein Büchertisch zum Schmökern und ein Kinderbüro für die Kleineren, in dem alte Schreibgeräte zum Einsatz kommen, runden das Programm ab. Flyer zum Museumsfest (PDF 223 KB)
Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Ihren und euren Besuch!

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