Monitoring Stadtentwicklung

29.12.2021
Monitoring Stadtentwicklung - Auswertung 2020

Wie auch in den Jahren zuvor, stellen wir in diesem Jahr die neuen Zahlen des aktuellen Monitorings Stadtentwicklung (Stand 2020) durch das beauftrage Büro, Wimes - Stadt- und Regionalentwicklung Rostock vor.
Am Stichtag des 31. Dezember 2020 wohnten in Waren (Müritz) 21.287 Einwohner mit Hauptsitz. Damit hat sich die Einwohnerzahl zum Vorjahr um 119 Personen gesteigert.
Im Jahr 2020 standen nur 143 Geburten 331 Sterbefälle gegenüber. Das entspricht einem Negativsaldo von -188 Personen. Die Zahlen der Sterbefälle standen in den letzten Jahren stets über den Zahlen der Geburten.
Der Wanderungssaldo betrug im Jahr 2020 +307 Personen, 1.073 Zuzügen standen 766 Fortzüge gegenüber.
Der Gesamtsaldo ergibt auch aus „den Geborenen minus Gestorbenen“ und den „Zu- und Fortzügen“. Dieser lag im Jahr 2020 bei + 119 Personen im Vergleich zum Jahr 2004 lag dieser damals bei + 10 Personen.
Die Arbeitslosenquote des Jahres 2020 ist gegenüber der Quote des Jahres 2019 angestiegen. Gemessen an den Einwohnern im erwerbsfähigen Alter von 15 bis 65 Jahren lag diese nunmehr bei 7 % (844 Personen).
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort, 2019 zu 2020 blieb wieder relativ stabil. 2020 waren es in Waren (Müritz) 7.872 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Der Anteil an den Einwohnern im erwerbsfähigen Alter von 15 bis 65 Jahren lag bei 65,3 %, Zum Vergleich waren es im Jahr 2004 nur 49,3 %. Die Zahl der Geringfügig Beschäftigten am Wohnort lag bei 1.125.
Hinzu kommen 2.701 Beschäftigte, die nicht sozialversicherungspflichtig sind, dazu gehören die Selbstständigen, mithelfende Familienangehörige, freiberuflich Tätige sowie Beamte. Damit erreicht Waren (Müritz) im Jahr 2019 eine Erwerbstätigenquote von 87,7 %.
Die Zahl der SV-Arbeitsplätze in der Stadt im Jahr 2020 beträgt 10.628 Arbeitsplätze. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 221 weniger. Gemessen an den Einwohnern im erwerbsfähigen Alter von 15 bis 65 Jahren entsprach das einer SV-Arbeitsplatzdichte von 881 Arbeitsplätzen je 1.000 Personen im erwerbsfähigen Alter von 15 bis 65 Jahren.
Im Jahr 2020 betrug die Kaufkraft der Bevölkerung in Waren (Müritz), im Vergleich zum Vorjahr (20.386 €) pro Kopf bei 19.875 €. Dennoch liegt die Warener Kaufkraft damit weiter über dem Wert des Landes M-V.
Der Wohnungsbestand in der Stadt Waren (Müritz) umfasst Ende des Jahres 2020 12.031 Wohneinheiten. Zum Vorjahr ist dies eine Erhöhung von 87 WE. Unter anderem entstanden in den Straßen „Kietzterrassen“ und in der Rabengasse neue Wohnungen. Der Wohnungsleerstand umfasst Ende des Jahres 203 Wohneinheiten. Somit entstand eine leichte Steigerung der Leerstandquote zum Vorjahr von 1,4 % auf 1,7 %.
Um den weiteren Wohnungsbedarf auch zukünftig decken zu können sind städtebauliche Planungen derzeit in der Umsetzung. Im Süd-Östlichen Stadtgebiet ist es der Bebauungsplan Nr. 24 A „Papenberg 2. Baustufe“. Mit der Bekanntgabe im Jahr 2022 wird das Planverfahren abgeschlossen. Die Erschließungsplanung ist bereits in Arbeit. Aufträge zur Bearbeitung des Bauleitplanes Nr. 84 „Gebiet zwischen Gievitzer Straße und Werder Weg“ wurden im Jahr 2021 vergeben.

Fortschreibung Monitoring Stadtentwicklung – Berichtsjahr 2020

Unter Stadtmonitoring (dt.: Stadtüberwachung) versteht man die langfristige Beobachtung ausgewählter Kenngrößen zum Zwecke der Nachvollziehbarkeit des Stadtentwicklungskonzeptes. Ziel ist es, eingeleitete Maßnahmen zu bestätigen oder im Falle eines Misserfolges gegen zu steuern.

Aufgrund der demographischen Entwicklung in Deutschland hat in den vergangenen Jahren das Stadtmonitoring immens an Bedeutung gewonnen. Die Ziele der Stadtentwicklung werden in einem Stadtentwicklungskonzept festgeschrieben. Dieses definiert den langfristigen Handlungsrahmen für eine städtebaulich geordnete, sozial verträgliche, wirtschaftlich tragfähige und ökologisch nachhaltige Stadtentwicklung. Die Stadtvertretung hat im Februar 2015 die 3. Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes 2030 (ISEK) der Stadt Waren (Müritz) beschlossen.

Das Stadtmonitoring definiert zunächst die Beobachtungsschwerpunkte (Nachhaltigkeitsindikatoren), an denen die Wirksamkeit der Maßnahmen aus dem Stadtentwicklungskonzept überwacht wird.

Durch die Erhebung der Indikatoren und den Vergleich über mehrere Jahre werden Entwicklungstendenzen deutlich, die entweder die getroffenen Maßnahmen bestätigen oder eine Korrektur einleiten.

Das Monitoring Stadtentwicklung für Waren (Müritz) wird für die Gesamtstadt und die städtebaulichen Gesamtmaßnahmen seit dem Basisjahr 2004 (Beginn des Monitoring Stadtentwicklung) jährlich zum Stichtag 31.12. fortgeschrieben. Das Monitoring betrachtet im Wesentlichen die Punkte Bevölkerungsentwicklung, Wirtschaft und Beschäftigung sowie Kaufkraftentwicklung, Wohnungswirtschaftliche Entwicklung, Infrastrukturelle Ausstattung sowie Tourismus. Neben der Gesamtstadt werden auch die städtebaulichen Gesamtmaßnahmen „Sanierungsgebiet Innenstadt“, „Stadtumbaugebiet Waren West“ und das „Beobachtungsgebiet Papenberg I“ betrachtet.