Stadtgeschichtliches Museum

Wissenswertes

Das heutige neugotische Aussehen erhielt das Rathaus während eines Um- und Ausbaus in den Jahren 1855 bis 1857. Dem Zeitgeschmack entsprechend finden sich Stilelemente aus der Tudorgotik. "Auf der Rückseite des Rathauses ist eine Einschussstelle deutlich hervorgehoben. Sie stammt von einem Angriff  des Boecker Barons Le Fort, der während des Kapp-Putsches am 18.3.1920 mit einem Geschütz auf Waren schießen ließ. Fünf Warener Bürger bezahlten diese Provokation mit ihrem Leben. ..." , aus der Reihe "Hausgeschichte" des Stadtgeschichtlichen Museums Waren.
Die Informationsblätter zur Stadtgeschichte umfassen verschiedene Sachgebiete. So gibt es neben der Hausgeschichte auch Blätter zur Kultur-, Personen- und Wirtschaftsgeschichte. Diese sind unter anderem im Stadtgeschichtlichen Museum erhältlich. Das Museum finden Sie im Obergeschoss des Neuen Rathauses.

15.06.2016 18:00 Uhr
Lesung mit Bodo Uibel am 15.6.2016

Das Stadtgeschichtliche Museum Warren lädt am Mittwoch, den 15. Juni 2016 um 18.00 Uhr zu einer Autorenlesung mit Bodo Uibel im Rathaussaal ein. Bodo Uibel, Celle, wird aus seiner Trilogie „ …  und frage deine Väter“  lesen.
Der Autor wurde 1940 in Oberschlesien geboren. Der Flucht folgte ein Studium der Theologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er war Pastor in der Altmark. 1975 kam er auf eigenen auf Antrag durch Abschiebung in die Bundesrepublik Deutschland. Hier war er LKW-Fahrer, dann Berufsberater für Abiturienten und Hochschüler im Arbeitsamt Celle, anschließend fünf Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag. Seit 1984 arbeitete er im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, zuletzt als Ministerialrat. Nach dem Eintritt in den Ruhestand 2005 schreibt er.  Bodo Uibel lebt in Celle, ist verheiratet und hat drei Kinder.
In seiner autobiografischen Trilogie „ …  und frage deine Väter“  –  er verbirgt sich hinter der Person des Sohnes des Pastors Mewes im Buch –  geht er der Frage nach, ob und auf welche Weise der „ kleine Mann“  aus der Geschichte lernen und das Gelernte in seiner Zeit auch tatsächlich anwenden kann. Er verfolgt die Frage über mehr als ein Jahrhundert deutscher Geschichte und stellt in eindrücklichen Szenen Leben und Handeln des kleinen Mannes über drei Generationen unter den unterschiedlichsten Regimen dar: Zwei deutsche Familien –  Mewes und Kubisch –  zwischen 1880 und 1934 in den Weiten des europäischen Ostens. Zwischen 1934 und 1950: Gustav Mewes ist Pastor in Anhalt, zwölf Kilometer vor Auschwitz. Zwischen 1950 und 2005: Gustav Mewes hinterlässt fünf kleine Kinder. Der Autor –  das älteste der Kinder –  nutzt von hier an seine eigene Biografie …
Nach der Lesung ist Gelegenheit zum Gespräch mit dem Autor sowie zum Kauf und zur Signierung seiner Bücher. Der Eintritt ist frei.

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Geschichte zur Verfügung gestellt

Das Stadtgeschichtliche Museum Waren, seit 1998 im historischen Rathaus der Stadt am Neuen Markt, stellt neben einem Überblick über die Stadtgeschichte, die Lebensweise der Warener Einwohner in den Mittelpunkt seiner Ausstellungen. Das Werden der Stadt war mit dem Erwerbsleben ihrer Einwohner verbunden. Landwirtschaft, Handwerk und Industrie prägten das Umfeld. Vereine waren wichtiger Bestandteil städtischer Kultur. Alltägliche Dinge bilden den größten Teil der Sammlung, die die Geschichte anschaulich machen soll. Die gezeigten Gegenstände sind vielleicht einige Jahrhunderte alt, können aber auch bis gestern oder noch heute im Gebrauch gewesen sein. Vieles wurde über Generationen weitergegeben und genutzt.

Sind diese Alltäglichkeiten dennoch etwas Besonderes und damit bewahrenswert? Das Interesse vieler Besucher hat die Frage positiv beantwortet. Man geht durch die Stadt und freut sich der alten Gebäude. Wie lebte man darin? Welche Zimmer gehörten zu einer Wohnung und wie waren sie eingerichtet? Wo waren Küche und Bad? Wie und wo wusch man sich und seine Wäsche?

In  jüngster Zeit hat bei vielen Menschen das Interesse an der Familiengeschichte zugenommen. Man ist auf der Suche nach seinen Vorfahren und sammelt Geburts- und Sterbedaten. Das „Dazwischen“ gehört ebenso dazu. Es wird in Museen und Archiven erfragt und gezeigt. Ein breites Angebot von Veröffentlichungen ergänzt die Ausstellungen. Darüber hinaus bieten die Bestände des Stadtgeschichtlichen Museums und des Stadtarchivs weitere lohnenswerte Gelegenheiten, durch Anfragen oder eigene Recherchen offene Fragen der „großen“ oder eigenen Geschichte zu beantworten. 

Benutzungs- und Gebührensatzung des Stadtgeschichtlichen Museums Waren (PDF 52 KB)

Die Arbeit im Stadtgeschichtlichen Museum umfasst

Rathaussaal

Ausstellungen

Die Gründung eines Warener Heimatmuseums wird heute auf das Jahr 1930 datiert. Sie war Endpunkt langjähriger Bemühungen, vor allem von Mitgliedern der Warener Ortsgruppe des Heimatbundes Mecklenburg. Gleichzeitig war sie der Beginn einer erfolgreich ... Weitere Informationen
Sammlungsbestand Handwerk

Das Archiv des Museums

Das von Carl Evers unterschriebene und von Carl Hainmüller geführte erste Inventarbuch beginnt am 1. Oktober 1929. Erste Teile der Sammlung waren Gegenstände aus der umfangreichen Schenkung des Grafen von Voss ... Weitere Informationen
Chronil 001

Förderverein Warener Museums- & Geschichtsverein e.V.

Im November 1990 gründeten 24 Warener Bürgerinnen und Bürger den Warener Museums - und Geschichtsverein e.V. mit dem Ziel, ein Stadtgeschichtliches Museum in Waren aufzubauen ... Weitere Informationen