Der Bürgermeister

23.01.2020
Einladung zur Gedenkveranstaltung in Waren (Müritz) am 25. Januar 2020

Wider das Vergessen und Verdrängen
Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee die wenigen Auschwitz-Überlebenden. Dieser Jahrestag ist seit 1996 der bundesweit gesetzlich verankerte Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. 2005 haben ihn die Vereinten Nationen zusätzlich zum internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt.

Einladung zur Gedenkveranstaltung in Waren (Müritz) am 25. Januar 2020
Der Präsident der Stadtvertretung, der Bürgermeister der Stadt Waren (Müritz) und der Bund der Antifaschisten laden Sie ein, den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, feierlich zu würdigen.
25. Januar 2020, 10:00 Uhr
Jugendzentrum JOO!, Zum Amtsbrink 16
Die Gedenkrede hält die Landtagsabgeordnete Frau Nadine Julitz. Im Anschluss findet die Kranzniederlegung am Gedenkstein für die Ermordeten des KZ Reetzow statt.

Informationen zum Ablauf
* im Jugendzentrum JOO!
- Begrüßung: Herr Norbert Möller, Bürgermeister
- Gedenkrede: Frau Nadine Julitz, Landtagsabgeordnete
- Vorstellung und Informationen zu den Filmprojekten „Wenn wir nicht erinnern, wer dann“ sowie „Und ich war siebzehn“ der RAAbatz Medienwerkstatt in Kooperation mit zeitlupe | Stadt.Geschichte & Erinnerung (Anja Schmidt)
Den musikalischen Rahmen gestaltet ein Gitarrenduo der Kreismusikschule Müritz.

* am Gedenkstein (Kietzstraße, gegenüber der Raiffeisenbank)
Worte des Gedenkens: Herr Rüdiger Prehn, Präsident der Stadtvertretung
Es folgen Kranzniederlegung und Schweigeminute.

Ihre Anfragen an die Verwaltung

Als Bürgermeister der Stadt Waren (Müritz) bin ich gerne bereit, mich Ihren Anfragen, Wünschen und Hinweisen zu widmen.

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Immer noch behalten 58 Länder der Welt die Praxis der Todesstrafe bei.

Aber vieles hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren getan. Mittlerweise ist die Zahl der Länder auf 140 gestiegen, die die Todesstrafe per Gesetz abgeschafft haben oder in der Praxis nicht mehr anwenden. Europa ist in dieser Zeit zum ersten Kontinent der Erde ohne Todesstrafe geworden. Diese Tendenz hin zur Abschaffung setzt sich vor allem auch in Afrika fort, wo in diesem Jahr Burkina Faso diese Strafe abgeschafft hat. Der US-Bundesstaat Washington ist nach der Entscheidung des Obersten Gerichts vor wenigen Wochen, die Hinrichtungen als verfassungswidrig erklärt hat, der 20 Bundesstaat der USA ohne Todesstrafe geworden. Ein wichtiges Signal war 2018 zudem, dass Papst Franziskus den Katechismus der katholischen Kirche geändert und damit die Todesstrafe endgültig abgeschafft hat, indem er die Formulierung einfügte, dass die Todesstrafe im Licht des Evangeliums „unzulässig ist, weil sie gegen die Unantastbarkeit und Würde der Person verstößt“. Auch aus Deutschland kommt ein positives Signal, denn bei der Abstimmung über die Verfassungsreform in Hessen am 28. Oktober 2018 wurde die Todesstrafe endgültig außer Kraft gesetzt. Schließlich ist die Aufhebung des Todesurteils gegen Asia Bibi in Pakistan nach Jahre langer Haft im Todestrakt ein Signal der Hoffnung in diesem großen muslimischen Land mit einem umstrittenen Blasphemiegesetz. Leider bleiben aber besorgniserregende Nachrichten nicht aus. Insbesondere aus den Krisengebieten des Nahen Ostens sind im Zusammenhang mit dem Terrorismus steigende Vollstreckungszahlen zu registrieren, in der Türkei wird weiterhin über eine Wiedereinführung der Todesstrafe nachgedacht. Stadt Waren (Müritz)

Bedeutung heute

Daher bleibt die Bedeutung dieses globalen Einsatzes für eine Kultur des Lebens bestehen und dringend erforderlich. Die Gemeinschaft Sant’Egidio ist eine christliche Laienbewegung mit über 70.000 Mitgliedern in 74 Ländern der Welt, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt. Seit 1998 engagiert sie sich gegen die Todesstrafe und setzt sich unter Beteiligung zahlreicher Organisationen in der World Coalition against the Death Penalty für ihre universale Abschaffung ein. Sie hat 2002 die Aktion „Cities for life – Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ ins Leben gerufen. Der 30. November wurde für den Aktionstag gewählt, weil an diesem Tag im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte. Mitglieder von Sant’Egidio pflegen weltweit Hunderte von persönlichen Brieffreundschaften mit Todeskandidaten und unterstützen viele im persönlichen Einsatz.

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