Wohngeld

14.01.2021
Auch die Wohngeldbehörde ist zunächst bis zum 31.01.2021 für den Publikumsverkehr grundsätzlich geschlossen.

Aus diesem Grund möchten wir Sie darauf hinweisen, dass Wohngeldanträge auch online unter: https://wohngeld-mv.de gestellt werden können.

Sie können sich aber auch einen Wohngeldantrag unter folgendem Link herunterladen:
http://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/Bau/Wohngeld/Wohngeldformulare

Den ausgefüllten Wohngeldantrag mit den Nachweisen über Einkommen und Miete können Sie per Post oder per Mail an unsere Wohngeldbehörde schicken.

Erhöhtes Wohngeld ab 01.01.2021

Das Gesetz zur Entlastung bei den Heizkosten im Wohngeld im Kontext der CO2-Bepreisung (Wohngeld-CO2-Bepreisungsentlastungsgesetz) ist von Bundestag und Bundesrat beschlossen und im Bundesgesetzblatt verkündet worden.

Damit wird zum 01.01.2021 eine nach Haushaltsgröße gestaffelte CO2-Komponente als Teil der zu berücksichtigenden Miete und Belastung eingeführt, wodurch sich das Wohngeld für alle Haushalte erhöht. Für die Bestandsempfänger wird es zum Jahreswechsel (erneut) eine automatisierte Neuentscheidung geben.

Das Grundrentengesetz ist beschlossen und im Bundesgesetzblatt verkündet worden. Es tritt am 01.01.2021 in Kraft.

Durch Artikel 5 des Gesetzes wird - ebenfalls zum 01.01.2021 - ein neuer Freibetrag im Wohngeld eingeführt.

Die Landesregierung M-V weist darauf hin, dass die Deutsche Rentenversicherung nach aktuellem Kenntnisstand erst ab Mitte 2021 über den Grundrentenzuschlag (und die Grundrentenzeiten) für die Rentenbezieher entscheiden wird. Der Grundrentenzuschlag wird dann rückwirkend ab 01.01.2021 ausgezahlt. Daher wird auch der Freibetrag des § 17a WoGG-neu voraussichtlich erst ab Mitte 2021 zur Anwendung kommen, ebenfalls rückwirkend zum 01.01.2021.

§ 17a Abs. 3 WoGG-neu regelt eine rückwirkende Neuentscheidung von Amts wegen ab 01.01.2021 unter Berücksichtigung des neuen Freibetrages, wenn

- der BWZ des Rentenbeziehers im Jahr 2020 begonnen hat und im Jahr 2021 endet (einschließlich der Fälle der automatisierten Neuentscheidung zum 01.01.2021 nach § 42c Abs. 1 WoGG-neu-CO2-Komponente); dies betrifft auch bereits abgelaufene BWZ;

und

- die Wohngeldbehörde davon Kenntnis erhält, dass die Voraussetzungen für den Freibetrag vorliegen (voraussichtlich Mitte 2021).

Die Neuentscheidung führt nunmehr zu einer umfassenden Prüfung der Voraussetzungen für die Bewilligung von Wohngeld. Insoweit sind bei der Neuentscheidung auch die durch den Grundrentenzuschlag erhöhte Rente oder sonstige Änderungen der Verhältnisse im BWZ zu berücksichtigen, die dann bekannt sind.

Wer kann Wohngeld erhalten?

Bürgerinnen und Bürger mit geringem Einkommen können einen Zuschuss zu ihren Wohnkosten vom Staat erhalten: das Wohngeld.

Wohngeld gibt es als Mietzuschuss für die Mieter einer Wohnung oder eines Zimmers (Heim) und als Lastenzuschuss für die Eigentümer eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung. Wer zum Kreis der Berechtigten zählt, hat auf Wohngeld einen Rechtsanspruch. Weitere Informationen erhalten Sie unter dem Link zum Wohngeld.

Wohngeldempfänger erhalten für die Kinder, welche bei der Bewilligung berücksichtigt worden sind und für die sie Kindergeld beziehen, Leistungen für Bildung und Teilhabe. Diese Leistungen können Sie beim Landkreis Mecklenburgische Seenplatte beantragen.

Keinen Anspruch auf Wohngeld haben jedoch Empfänger von sogenannten Transferleistungen, in denen die Unterkunftskosten bereits berücksichtigt sind, wie zum Beispiel

• Arbeitslosengeld II und Sozialgeld nach dem SGB II,
• Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem
   SGB XII,
• Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII,

sowie die mit Ihnen in Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen.