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Leitbilder
der Stadtentwicklung -
grafische Darstellung
(PDF-Datei)
Vom
Luftkurort zum Sole-Heilbad:
Seit dem 01. Mai 1999 ist Waren (Müritz) „Staatlich
anerkannter Luftkurort“. Angestrebtes Ziel ist der Titel „Sole-Heilbad
Waren (Müritz)“. Um dieses zu erreichen, sind in den verschiedensten
Bereichen Aufgabenschwerpunkte gesetzt worden. So ergeben sich
die nachbenannten Handlungsfelder.
Waren
(Müritz) als Verwaltungsstandort
heißt: Sicherung und Ausbau der als Verwaltungszentrum
der Region mit einer bürgerfreundlichen Verwaltung und
verbessertem Serviceangebot. Hier sollen neue Verwaltungsstrukturen
im Verhältnis zum Umland und zur Region erprobt werden.
Waren
(Müritz) als Eingangstor
zum Nationalpark
heißt zu allererst: eine Stadt inmitten von Wäldern
und am größten Binnensee Deutschlands. Von
hier aus geht es zu Fuß, mit dem Rad, per Bus und Schiff
in den Müritz-Nationalpark. Ein besonderes Angebot dabei
ist das Müritz-Nationalpark-Ticket.
Waren
(Müritz) als fahrradfreundliche
Stadt:
Nach einem Beschluss der Stadtvertreter vom 02.06.1999 ist hier
ein geschlossenes Radwegenetz für Bürger und Gäste
entstanden. Wichtig ist auch die Anbindung an Umland und Fernradwege.
Waren
(Müritz) als barrierefreie
Stadt
hat ein Konzept für eine alten- und behindertengerechte
Stadt entwickelt und setzt dieses Schritt für Schritt um.
Waren
(Müritz) als familienfreundliche
Stadt:
Zum Konzept zur Förderung von Familien mit Kindern gehört
u.a. der Erhalt und die Verbesserung sozialer Hilfsangebote.
So wird ein attraktiver Wohnstandort für Jung und Alt geschaffen.
Seniorenfreundliche
Kommune:
Der demografische Wandel geht auch an Waren (Müritz) nicht
spurlos vorbei. Zum einen sinkt die Einwohnerzahl und die Zahl
der Älteren und Alten nimmt stetig zu. Als Kurort hat die
Stadt den Bedarf dieser Menschen im Blick und wird sich zukünftig
verstärkt an den Bedürfnissen der älteren Einwohner
und Besucher orientieren.
Waren
(Müritz) als investorenfreundliche
Stadt:
Investoren wird eine optimale Unterstützung angeboten.
Das schließt Hilfe beim Abbau von bürokratischen
Hemmnissen ein und dient damit der Schaffung von planerischem
Vorlauf für zukünftige Ansiedlungen.
Waren
(Müritz) mit einer autofreien
Innenstadt:
Es werden weitere Parkplätze um die Altstadt herum geschaffen.
Das verbessert den Erlebniswert der Altstadt und fördert
damit Handel und Gewerbe.
Waren
(Müritz) - Zentrum
der Gesundheitsregion
Müritz: Durch die vorhandenen natürlichen Ressourcen
der Mecklenburgischen Seenplatte gewinnt der Gesundheitstourismus
im Hinblick auf die steigenden Ansprüche der Bürger
an Bedeutung. Die Stadt Waren (Müritz) verfügt mit
den ortsgebundenen Heilmitteln (Klima und Thermalsole) über
beste Voraussetzungen zur Anwendung von gesundheitsfördernden
Einrichtungen (z.B. geplanter Sole-Dom), die den Ansprüchen
eines Heilbades genügen.
Das
alles macht Waren (Müritz) zu einem lebenswerten Ort mit
vitaler Innenstadt, wunderschön sanierten Wohn- und Geschäftshäusern,
einem touristisch erschlossenen Altstadthafen und
einem atemberaubenden Blick auf die Binnenmüritz. Die sich
anschließenden Wohn- und Arbeitsbereiche sind gestaltet
und bieten viel Raum für Spiel und Entspannung.
Leitbilder und Ziele der Stadtentwicklung unter Beachtung
des demografischen Wandels
Im Rahmen der
Erarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) 2002 wurden im 3.
Workshop (24.4.02) die Leitbilder der Stadtentwicklung erarbeitet. Als Grundlage
dienten hierzu die aus den ersten beiden Workshops (11.2. u. 11.3.02)
erarbeiteten und vorgestellten Zahlen, Tabellen, Fakten zur
Bevölkerungsentwicklung, Arbeitslosenzahlen, Geburtenraten usw. Diese Leitbilder
wurden mit den Vertretern aller Fraktionen, den großen Wohnungsunternehmen
(WOGEWA, WWG), den wichtigsten Trägern öffentlicher Belange, den ortsansässigen
Vereinen und Vertretern der Verwaltung erarbeitet. Parallel zur ISEK-Erarbeitung
wurden der Agenda 21-Prozess und die Bearbeitung des Flächennutzungsplanes der
Stadt durchgeführt. Aufgrund der Fülle und Bedeutung der ISEK-Aussagen wurde die
Bearbeitung des FNP vorerst "auf Eis" gelegt. In ihn sollten dann später die
Ergebnisse des Agenda 21-Prozesses und des ISEKs eingearbeitet werden. Dies ist
dann erfolgt und seit dem 6.2.2006 ist der Flächennutzungsplan
wirksam. Im Agenda 21-Prozess wurden in den
einzelnen Arbeitskreisen Umwelt, Wirtschaft und Soziales ebenfalls die
Leitbilder diskutiert. Beide Prozesse waren miteinander verknüpft und wurden
untereinander auch abgestimmt. Am 28. August 2002 wurde von der Stadtvertretung
das Arbeitspapier Lokale Agenda 21 der Stadt Waren (Müritz) zustimmend
(einstimmig) zur Kenntnis genommen und empfohlen, die Arbeitsergebnisse der 3
Arbeitskreise in der Arbeit der Fachausschüsse der Stadtvertretung bei der
weiteren Entwicklung der Stadt Waren (Müritz) vom Luftkurort zum Soleheilbad im
Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung zu berücksichtigen. Die in der Anlage zu
dem o. a. Beschluss enthaltenen Leitbilder sind hier nachfolgend
aufgeführt: * Vom Luftkurort zum
Sole-Heilbad * Waren als Eingangstor
zum Nationalpark * Waren als
fahrradfreundliche Stadt * Waren als barrierefreie
Stadt * Waren als familienfreundliche Stadt * Waren als investorenfreundliche Stadt *
Waren mit einer
autofreien Innenstadt * Waren als
Verwaltungsstandort
Dabei bleibt bislang das
Leitbild "vom Luftkurort zum Sole-Heilbad" das Hauptziel der Stadt.
Aber auch die anderen erarbeiteten Leitbilder sollten nach wie vor weiter
verfolgt werden, denn sie haben alle eine hohe Bedeutung für die Entwicklung von
unserer Stadt. So gibt es für das Ziel "fahrradfreundliche Stadt" und
"barrierefreie Stadt" separate Beschlüsse der Stadtvertretung. Auch sollte das
Ziel "autofreie Innenstadt" Schritt für Schritt weiter verfolgt werden, und zwar
mit der schrittweisen Umsetzung des Verkehrskonzeptes "Innenstadt 2000"
Zwischen
den einzelnen Mitarbeitern und Sachbereichen der Stadtverwaltung müssen
die Leitbilder und Ziele nochmals unter Beachtung der vorliegenden aktuellen
statistischen Daten und Indikatoren diskutiert werden. Auch die Fachausschüsse und
Stadtvertreter sollten sich dann zu den Zielen und Leitbildern äußern. Wünschenswert
wäre auch die Einbeziehung der Einwohner unserer Stadt in den
Stadtentwicklungsprozess und auch die Abstimmung mit den wichtigsten Trägern
öffentlicher Belange. Ziel ist es, möglichst viele an dem Entwicklungsprozess
teilhaben zu lassen und die Öffentlichkeit über den Stand der Fortschreibung zum
Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) zu informieren. Wir haben uns
vorgenommen, in Abständen im Warener Wochenblatt hierüber zu berichten. Gut
etabliert hat sich der Runde Tisch der Wohnungswirtschaft zu dem die Stadt zum
ersten Mal im September 2005 eingeladen hat. Zum Zeitpunkt der ISEK-Erarbeitung
2002 haben nur die WOGEWA und WWG an den Workshops teilgenommen. Im Rahmen der
ISEK-Fortschreibung ist nun ein ganz anderes Interesse zu verzeichnen. Hieraus
ist abzuleiten, dass sich die demografischen Probleme, wie Bevölkerungsrückgang,
Überalterung sowie auch die Arbeitsplatzsituation auf dem Wohnungsmarkt bemerkbar
machen. Turnusmäßig werden die Erfahrungen und Entwicklungen der größeren
Wohnungsunternehmen ausgetauscht. Handlungsfelder sollen gemeinsam erarbeitet
werden, um bestimmten Entwicklungen nicht konzeptionslos ausgesetzt zu sein.
Generell ist es eine schwierige aber auch spannende Aufgabe die Stadtentwicklung
unter dem Gesichtspunkt der neuen Situation hinsichtlich des demografischen
Wandels zu betrachten. Dies funktioniert aber nur unter integrativer
Einbeziehung aller Handlungsfelder. So müssen die soziodemografischen,
sozioökonomischen, wohnungswirtschaftlichen, baulichen, städtebaulichen und
infrastrukturellen Daten für die Stadt im Zusammenhang betrachtet werden. Wir
suchen nach Leitbildern mit Zukunftperspektiven für die nächste Generation. Die
Folgen des demografischen Wandels sind gestaltbar. |